7. Juni 2019

 

 

 

Inakzeptabler Vorschlag der Regierung

 

 

 

Die abtretende Regierungsrätin setzt mit einem hastig abgespeckten, aber nach wie vor sinnlosen Neuprojekt für eine Verlängerung der Langmattstrasse eine letzte übelriechende Duftmarke im Leimental ab. Trotz grosser lokaler Opposition und einem mit doppelt so vielen Stimmen als nötig eingereichtem Referendum plante ihre Direktion offenbar munter weiter und schlägt nun eine noch schlechtere Variante vor.

 

 

 

Der neue Vorschlag ist eine Mogelpackung. Aus Angst vor der Volksabstimmung soll massiv gespart werden. Damit werden aber alle sinnvollen Begleitmassnahmen radikal gestrichen: Keine sichere Querung mehr für den Fuss- und Veloverkehr, keine Ausdolung des Bächleins, weniger Lärmschutz. Und durch den Verzicht auf die Sanierung des bestehenden Strassenstücks wird ein Teil der Kosten elegant in die Zukunft verschoben.

 

Die Strasse bleibt aber genauso sinnlos wie beim ursprünglichen Projekt, nun einfach noch stärker auf Kosten von Mensch und Natur. Wir Leimentaler und Leimentalerinnen wollen aber umweltfreundlichere Lösungen ohne neue Strassen, dafür mit intelligenter Nutzung der bestehenden Verkehrsinfrastruktur.

 

Eine Verlängerung der Langmattstrasse löst kein Verkehrsproblem, zerschneidet aber Kulturland und einen schönen und sicheren Fuss- und Veloweg, bringt mehr Lärm für die Anwohnerinnen und Anwohner und verschandelt ein wichtiges Naherholungsgebiet.

 

 

 

 

 

 

 

Das lokale, überparteiliche Komitee gegen den Ausbau der Langmattstrasse wird unterstützt von: Aktion wohnliches Oberwil AWO, Grüne, Natur- und Vogelschutzverein Oberwil NVO, Pro Natura Baselland, Pro Velo beider Basel, GLP Allschwil, GLP Oberwil, SP, VCS beider Basel, WWF Sektion Basel.

 

 

 

 

 

Oberwil, 5.2.19

Medienmitteilung

Das Komitee „Langmattstrasse -Nein“ hat beschlossen, das Referendum zu ergreifen gegen den Eintrag der Langmattstrasse als zukünftige Kantonsstrasse im kantonalen Richtplan. Das überparteiliche Komitee wird unter anderem unterstützt von:

Aktion wohnliches Oberwil AWO, Grüne, Natur- und Vogelschutzverein Oberwil NVO, Pro Natura Baselland, Pro Velo beider Basel, GLP Allschwil-Leimental, SP, VCS beider Basel, WWF.

  • Der Richtplaneintrag ist für den Regierungsrat verbindlich und verpflichtet ihn, diese Strasse in Oberwil zu bauen. Sie muss kurzfristig, spätestens bis in fünf Jahren, realisiert werden. Dieser Richtplaneintrag geht weit über eine Trassee-Sicherung hinaus, denn er enthält sowohl einen engen Zeitrahmen als auch einen klaren Kostenrahmen.

  • Die Langmattstrasse soll als Kantonsstrasse am Siedlungsrand von Oberwil in Zukunft bis zu 9000 Fahrzeuge pro Tag aufnehmen können. Damit wird aber der gewünschte Effekt nicht erzielt: Gemäss Landratsvorlage werden weder das Dorfzentrum von Oberwil noch jenes von Therwil entlastet. Die Langmattstrasse bringt somit nichts ausser der Verlagerung des Verkehrs von einer Gemeinde zur Nachbargemeinde.

  • Bereits im Vorfeld zur Landratsabstimmung wurde sehr viel Geld ausgegeben für die Ausarbeitung eines möglichen Strassenbauprojektes. Dieses wurde vom Landrat abgelehnt mit dem Auftrag, ein billigeres auszuarbeiten. Mit dem Referendum gegen den aktuellen Richtplaneintrag will das Komitee verhindern, dass ein weiteres untaugliches Projekt geplant wird. Billiger wird es höchstens auf Kosten des Fuss- und Veloverkehrs und des Lärmschutzes. Dies lehnt das Komitee ab.

  • Die Strasse ist nutzlos. Sie löst kein Verkehrsproblem, verbetoniert die Natur und verschandelt ein wichtiges Naherholungsgebiet.

 

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Flyer 6 mal Nein Langmattstrasse.pdf
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